Cremig, karamellig und wärmend. Vollkorn-Milchreis mit Kurkuma.

Vegan ✓ 

cremiger veganer Vollkornmilchreis mit Himbeeren und Zimt/Zucker-Kurkuma Mischung

03.47 Uhr. Ich sitze in der SBahn Richtung Köln. Marktfrauen Leben halt. Die Kälte hat eben wie ein kleines Eisbad gewirkt. Normalerweise döse ich in der Bahn nochmal ein aber jetzt bin ich so richtig schön wach und dachte, ich nutze die Zeit um das Milchreis Rezept aufzuschreiben.

Das geht ganz einfach und ist echt super lecker, der Reis wird so richtig schön cremig. Ich habe Vollkornreis genommen aber ihr könnt natürlich auch normalen Milchreis nehmen, dadurch halbiert sich die Kochzeit.

Nachdem ich Jahrelang keinen Milchreis mehr gegessen hatte, weil das letzte Experiment mit Reis und Kokosmilch ziemlich daneben gegangen war, hat es mir dieses Rezept nun wirklich angetan. Gefunden bei Chefkoch und vegan modifiziert und Vollkornisiert – In den letzten Tagen gab es den Reis beinahe täglich, immer ein bisschen anders zubereitet und hier kommt jetzt meine Lieblings Variante, bei der am Ende noch ein Löffelchen Tahini unter den Milchreis gerührt wird, was das Ganze noch ein bisschen cremiger macht.

Cremig und warm und der Duft macht Lust auf mehr.

Mengenangabe: Für eine hungrige Marktfrau oder zwei Portionen.

Garzeit: ca. 60Minuten

  • 125g Vollkornreis
  • 600- 650ml Pflanzenmilch*
  • 1TL Kokosöl
  • 2EL RohRohrzucker
  • Ahornsirup nach Belieben
  • etwas Zitronenabrieb
  • 1Espressolöffel Vanillepaste
  • 1 Prise Salz
  • Optional: 1 Löffelchen Tahini
  • Als Topping – 2 EL RohRohrzucker, 1/2 EL Zimt, vermengt mit 1/4 TL Kurkumapulver

Zubereitung:

*Ich verwende am liebsten Hafer-Sojamilch, aus dem Drogeriemarkt. Schmeckt lecker und der Reis bekommt eine schöne Gold-braune Farbe.

Den Reis vier bis fünf Minuten in einem großen Topf bei mittlerer Hitze in etwas Kokosöl anschwitzen. Bitte aufpassen, dass der Reis keine Farbe nimmt oder verbrennt.

Zucker dazu geben, kurz warten bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann mit der Pflanzenmilch ablöschen, Zitronenschale, Vanille und Salz unterrühren. Ich mag den Milchreis gerne süß, deshalb gebe ich noch einen Esslöffel Ahornsirup dazu.

Einmal aufkochen lassen, dann die Herplatte ausstellen. Fünf Minuten warten bis die Milch aufhört zu blubbern. Dann den Herd auf die kleinste Stufe stellen und den Milchreis ca. 40 Minuten bei 3/4 aufgelegten Deckel köcheln lassen.

Der Reis müsste jetzt gut aufgequollen sein. Die letzten zehn Minuten lasse ich den Milchreis unter gelegentlichem Rühren bei offenem Deckel köcheln, bis die Flüssigkeit zu 3/4 verkocht ist. Dann rühre ich das Löffelchen Tahini unter und fertig ist er.

Gegessen mit Himbeeren, ein paar Cashews und der Zimt/Zucker-Kurkuma Mischung.

Habt einen schönen Tag.

Liebe Grüße, Jenny

Gut gedippt ist halb gewonnen. Vegane Misocreme mit knusprigen Kichererbsen-Tortilla-Chips.

IMG_20180920_144008781_HDR.jpg

optional Glutenfrei✓ fermentiert✓

Diesen Sommer hab ich Miso für mich entdeckt. Miso ist quasi die asiatische Variante eines Brühwürfels, nur besser, weil es sich bei der Paste um ein Fermentations-Produkt handelt. Miso wird aus Sojabohnen und/oder Reis, Kichererbsen, Gerste, Buchweizen, Hanfsamen…. hergestellt. Die Paste gibt es in verschiedenen Würzgraden und Farben, von lieblich süß und hell, über salzig -würzig rot, bis dunkel, super kräftig, würzig und pur eigentlich nicht essbar. Ich hab hier ein mittleres, rötliches Sojabohnen Miso verwendet, das man eigentlich auch pur Löffeln könnte, wenn man danach nicht zehn Liter Wasser trinken müsste. 😉 Mittlerweile verwende ich Miso für viele Gerichte, anstelle von Salz oder eben Gemüsebrühe. Zum Beispiel hier: Miso-Tomatensuppe aus dem Blender. Kundin und mit Miso-Fan Petra hat mir Freitag auf dem Markt dann noch den Tipp gegeben, dass man aus Misopaste und Hafersahne eine ganz simple veganen Käsecreme herstellen kann, die sich super zum Überbacken von Aufläufen und ähnlichem eigenen soll. Ja, für mich klingt das wie vegane Käse-Musik. Aber nicht heute.

Heute gibt es eine herzhafte Frischkäsecreme und weil ein Dip allein ja auch nicht satt macht, gibt’s noch knusprige Tortilla-Chips oben drauf mit ein bisschen starshine. 😉


Weiterlesen

Vegane Thai-Pancakes mit Kokoseis und Schoko-Frischkäse.

IMG_20180918_051230.jpg

 

Süße Roti | Roti Prata | Paratha |Roti | Thai Pancakes – Dieses Rezept hat so unendlich viele Zubereitungsarten und Namen aber wen interessieren schon Namen? Roti sind einfach der Knaller. Sie werden in der Pfanne gebacken und schmecken, je nach Zubereitung, wie eine Mischung aus Pfannen-Brot, Pancake und Blätterteig.

Man beißt rein und es splittert und knackt ganz zart im Mund. Man kann sie herzhaft oder süß servieren, mit Eis, zu Currys oder zu Suppen. Ich habe beide Varianten ausprobiert. Heute gibt es die süße, karamellisierte Variante, mit Zimt und Kokoszucker Füllung.

Normalerweise werden Roti mit extra feinem Weizenmehl hergestellt. Ich hab Dinkelmehl und Kichererbsenmehl verwendet, dadurch werden sie etwas kompakter, wie man das von anderen Vollwert Backwaren her kennt. Ich persönlich mag das. Wer es original zart und fein haben will, der macht die Roti mit Weizenmehl oder mit original Roti-Mehl, das allerdings nur im Spezialitäten-Handel zu bekommen ist, soweit ich weiß.

Die Roti werden komplett ohne Hefe oder Backpulver hergestellt. In der nicht veganen Variante kommt noch ein Ei mit in den Teig. Vielleicht werde ich beim nächsten Mal doch etwas Backpulver in den Teig geben, um quasi das Ei zu ersetzten.

So sah das ganze dann mit Eis und Schokocreme aus.

 

Wer das Schoko-Frischkäse Rezept gelesen hat, sieht hier wie schön sich die Creme aufspritzen ließ. Weiterlesen

Selbstgemachter veganer Schoko-Frischkäse.

Glutenfrei✓

Ich schätze, entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht oder vielleicht hat man ihn bisher auch noch gar nicht probiert. Schoko-Frischkäse.

IMG_20180923_100431_459.jpg

Eine Zeit lang konnte man auch die vegane Variante im Handel kaufen, doch die Produktion wurde wieder eingestellt, zu Recht, wie ich finde. Ich hatte mir den Schoko-Aufstrich mal gekauft, einmal und nie wieder.

Er hat jetzt nicht wirklich schlecht geschmeckt aber so richtig gut eben auch nicht. Man nimmt einen Löffel und denkt „lecker“, doch der Nachgeschmack war dann einfach undefinierbar, irgendwie komisch. Jetzt habe ich selber veganen einen Schoko- Frischkäse hergestellt,

weil Man(n) mir einen Liter Sojamilch geschenkt hatte und ich nicht so recht wusste, was ich damit anfangen soll. Ich trinke meinen Kaffee zwar meist mit Sojamilch aber ich mag nur eine einzige ganz bestimmte Sorte. Also hab ich die Milch letztendlich verkocht, bzw. aufgekocht, mit Zitrone – zu Frischkäse. Da findet ihr hier bereits zwei herzhafte Rezepte: Klick mich.

Diesmal wollte ich es mit einer süßen Variante versuchen. Ich hatte noch Kokos-Kekse da und ich hatte karamellisierte Roti-Pancakes gemacht, und dachte, da gehört noch was schokoladiges dazu. Das Thai-Pancake Rezept gibt es im nächsten Beitrag. Das ist echt so ein Spaß, die herzustellen. Ohne Hefe, ohne Backpulver und man muss den Teig ganz lang ziehen, wie bei einem Strudelteig.

Der Schoko-Frischkäse ist jedenfalls super-ultra-cremig und schön schokoladig geworden. Dementsprechend hab mehr als die Hälfte direkt mal pur weggelöffelt und dann war ich erst mal satt, denn durch die Sojamasse ist das ganze super proteinreich. Meiner Testperson hat es nicht ganz so gut geschmeckt – der Nachgeschmack sei zu herb. Weichei! Soll doch ein Schoko-Frischkäse sein und kein Nutella, du Horst. 😉

Mir hat es super geschmeckt und ich werde das ganze zukünftig auch mal als Frosting für Cupcakes oder Kuchen ausprobieren. Punkt.


Hier das Rezept. Das war ursprünglich nicht für den Blog geplant, deshalb habe ich nichts abgewogen aber ich denke, es geht auch so und man schmeckt ja eh immer nach eigener Vorliebe ab. Das Rezept für die Mandel-Kokos Kekse findet ihr hier: Kokos-Knusper mit Kokos-Eiscreme

Schoko-Frischkäse / Fettarmes Schoko-Frosting

Basis Creme:

  • 1 Liter Sojamilch, ungesüßt ohne irgendwelche Zusätze, Gerinnungshemmer, Calcium etc.
  • 1 Zitrone, der Saft davon (optional noch: 1/2 weiße Grapefruit ansonsten einfach mehr Zitrone)

Milch kurz aufkochen, Zitronen- bzw. Grapefruitsaft dazugeben, vom Herd ziehen, abkühlen lassen. Durch den Zitronensaft gerinnt die Milch, das Wasser trennt sich von den Bohnen. Abkühlen lassen. Masse in einen Nussmilchbeutel o.ä. geben, Flüssigkeit raus-pressen. Voila, im Beutel zurück bleibt eine einfache, preiswerte Frischkäse- oder Dip-Basis.

Finish:

  • Frischkäsemasse
  • ca. 3 gehäufte EL Kakaopulver
  • 2-3 EL Kokosblütensirup (meiner ist ganz mild- wie Ahornsirup, andere sind eher kräftig wie Rübenkraut. Ich würde die milde Variante, Reis- oder Ahornsirup oder Agavendicksaft empfehlen)
  • 1 EL Sesamöl
  • etwas Vanillepaste oder Extrakt , Prise Salz

  • ggf. etwas zusätzliche Pflanzenmilch, Öl oder zusätzliche Süße

Alle Zutaten am besten mit dem Pürierstab zu einem cremigen Schoko-Frischkäse pürieren. Ich hab den Blender genommen, allerdings muss man da dauernd mit dem Silikon-Spatel ran, weil die Masse relativ kompakt ist. Ihr könnt mehr Öl, Süße oder etwas Pflanzenmilch dazu geben aber gerade, wenn ihr ein Frosting herstellen wollt, ist es besser, wenn die Creme etwas fester ist.

Liebe Grüße, Jenny

Veganes Kokos-Vanilleeis mit Himbeeren und Knusper dünnen Mandel/Kokos Keksen.

Derweil die Wohnung köstlich nach Herbst, Vanille und Zimt duftet, weil sich ein paar Pflaumen im Ofen zu Mus einbacken haben, zeige ich euch meine kleine Urlaubs-Auszeit.

 

Vanilke-Kokoseis und Himbeeren und ein Mandel-Kokoskeks

Das schöne an Urlaub ist ja, wenn man erst einmal den verpassten Schlaf der letzten Monate nachgeholt hat und es schafft, sich wieder aus Jogginghose und Sweater zu pellen und sich vielleicht sogar mal die vielen, kleinen Knoten aus den Haaren kämt, wenn man also wieder vom Haar-Wesen zum Menschen geworden ist, dann schließt sich meist eine kreative Phase an, eine Zeit in der viele neue Rezepte entstehen, eine Zeit, die jedes Mal den Gedanken aufblitzen lässt: Ach ja, so ne Woche länger wäre ja auch schön gewesen.
Weiterlesen

Herbst Geschichten. Liebes Bäumchen, schüttel dich… Veganer Galette Apfel-Kuchen mit Vanille und Walnuss und einer kleinen Zuckerkruste.

Vegane Apfel-Galette mit Süßkartoffel- Hefeteig und leicht karamellisierter Zucker KrusteDie Süßkartoffel mit Hefeteig – Experimente gehen in eine neue Runde. Ich bin Fan, seit ich diese Art von Hefeteig vor ein paar Monaten zum ersten Mal zubereitet habe, damals als süßes Zucker-Brötchen bzw. als gefüllter Ofenberliner. Man schmeckt die Süßkartoffel hinterher nicht mehr raus aber die Süße ist da und die leuchtend orangene Backfarbe ist einfach wunderschön und appetitlich. Fast zu schade, um einfach reinzubeißen. Aber will man machen. Der Teig ist jedenfalls genau so einfach oder schwer zuzubereiten wie ein normaler Hefeteig. Wenn ihr euer Standard- Hefeteig Rezept verwenden und das einfach mal mit Süßkartoffel ausprobieren wollt, dann müsst ihr lediglich die Flüssigkeitsmenge ein bisschen anpassen, denn die Süßkartoffel bringt soviel Feuchtigkeit mit, dass ihr weniger bis keine zusätzliche Flüssigkeit mehr benötigen werdet, außer um die Hefe anzurühren.

Weiterlesen

Vegane Plinsen |Einfache Hefepfannküchlein mit vielen Rosinen und gefrorenen Weintrauben.

cropped-img_20180825_0609251060423894.jpg

Am Besten schmeckt es bekanntlich, wenn man so richtig Hunger auf etwas hat. Pfannkuchen landen da irgendwie selten in der engeren Wahl, obwohl ich sie eigentlich mag.

In diesem Fall aber hatte ich Tagelang so richtig Heißhunger auf so richtig dicke, kleine Hefepfannkuchen. Bei meiner Oma hießen die früher Plinsen, waren extra dick und wurden mit Weizenmehl, ordentlich Eiern und ganz vielen Rosinen ausgebacken. Wenn ich an Oma denke, denke ich sofort an Braten, an dicke Butterbrote mit noch mehr Leberwurst, generell an Essen, an richtig viel Essen und eben auch an Plinsen. Die gab es oft und dafür brauchte die Oma kein Rezept sondern nur ihre Hand. Vielleicht habe ich damals genug Pfannkuchen für ein ganzen Leben gegessen. Bis Mittwoch. Da habe ich zum ersten Mal selber welche gebacken. Und sie sind gut geworden. Ohne Eier und etwas vollwertiger, mit Buchweizen und Dinkel. Weiterlesen

Müslieis mit Chrunch und frischen Früchten.

Überreife Bananen landen bei mir im Froster. Dann gibt es nicecream.

Als ich vor ein paar Jahren auf dieses Rezept gestoßen bin…Das war wie eine kleine Erleuchtung.

Gefrorene, pürierte Banane – Das einfachste Eis der Welt. Süß, fluffig und angenehm cremig und das Tollste ist, man kann hinzufügen, worauf immer man gerade Lust hat. Schokostückchen, andere (gefrorene) Früchte, Kekse (…) Oder wie in diesem Fall, Müsli. Weiterlesen

Frischer Salat, neu verföhnt | Veganer Möhrchen-Walnuss Wrap mit aromatischen Wilden Pfirsichen.

So eine Salatkarriere ist ja ziemlich lang. Da isst man Schüssel um Schüssel, Woche für Woche, Jahr für Jahr. (Oh, haha, jetzt fühl ich mich alt ) Große, Kleine, Eckige, Runde. Immer anders und doch irgendwie gleich. Salat eben.

Wenn man aber erst einmal entdeckt hat, dass sich die meisten Salat- oder Kohlblätter ja echt prima als Wrap eignen, da tritt sich so eine Art kindlicher Spieltrieb los und plötzlich erlebt man sein Essen ganz nah und neu und plötzlich überlegt man ständig, was sich noch so alles einwrapen ließe. Haha. Weiterlesen